Jugendausfahrt zur Rüsselsheimer Hütte 2015

Am Sonntag den 09. August trafen sich 11 Jugendliche und 3 Jugendleiter am Kletterturm um die achtstündige Anreise zur Rüsselsheimer Hütte anzutreten. Um 7.00 Uhr machten wir, elf Teilnehmer und drei Jugendleiter, uns vor dem Kletterturm bereit, um die achtstündige Anreise anzutreten. Bei der Ankunft im Pitztal wurden Teile des Gepäcks in den neuen jetzt elektrischen Materiallift verfrachtet. Nur Wenige trugen ihr Gepäck für die ganze Woche mit eigenen Kräften nach oben. Gegen 16.00 Uhr betraten die ersten das Gelände der Hütte und verstauten ihre Sachen im Winterraum. Nach dem gemeinsamen Abendessen machte sich schnell Müdigkeit breit und es blieb nur noch wenig Zeit für gemeinsame Spiele.

Der erste Tag auf 2.323 Hm sollte zur Eingewöhnung an die Höhe genutzt werden. Aus diesem Grund wurde am Vormittag wurde der Aufstieg nach Gahwinden unternommen. In den Nachmittagsstunden teilte sich die Gruppe so dass ein Teil Klettern und der andere Teil den Klettersteig begehen konnten.

Den Tag darauf sollte die Kraft und Energie für Mittwoch gespart werden. Deshalb starteten ein paar Teilnehmer eine kleine Mehrseillängentour, während die Anderen erneut den Klettersteig begingen. Tobi und Felix machten es sich unterdessen zur Aufgabe das Weissmaurachjoch auf 2.959 m Höhe zu erkunden.

Am Mittwoch stand der Aufstieg zum Gipfel der Hohen Geige an. Mit insgesamt elf Personen gelang der Aufstieg über den „Westgrat" in nur fünf Stunden, sodass wir um 12.00 Uhr schon über den Gletscher gestiegen waren und das Gipfelkreuz pünktlich zum Mittag erreichten. Der Rückweg über Geröllfelder und den anschließenden „Normalweg" gestaltete sich dank viel losen Gesteins und steilen Hängen etwas komplizierter und zeitaufwändiger, als die Aufstiegskletterei am Westgrat. Dennoch kamen wir bereits kurz nach 16.00 Uhr wieder an der Hütte an.

Am nun schon fünften Tag seit dem Verlassen von Rüsselsheim stand nach dem anstrengenden Auf- und Abstieg des Vortags nichts Bestimmtes mehr auf dem Programm. Die Kniegelenke und die Beinmuskulatur sollten sich vor der nächsten großen Tat erst wieder erholen. Der Vormittag wurde teils zum Schlafen und teils zum gemeinsamen Musizieren genutzt, zum Nachmittag füllte sich die Stube der Hütte dann doch recht schnell wieder mit sportbegeisterten Gesichtern. Die Felsen neben dem Biergarten wurden zum „Schnell-Ausbildungs-Platz" für Mehrseillängen und den Umgang mit Zwillingsseilen. Wenig später ging es auch schon Richtung Klettergarten. Wieder zu dritt machten sich diesmal Verena, Phillipp und Leon auf den Weg, sich das Gelände von zwei Seillängen höher zu betrachten. Schließlich machte sich ein kleine Gruppe nochmals auf den Weg nach Gahwinden. Lea K., Lea R., Lena, Markus, Cris und Katja füllten ihren Nachmittag mit dieser recht entspannten Tour. Die Gelegenheit wurde sogar noch genutzt, um einen Geocache auf Gahwinden zu platzieren.

Freitag wurde, da es der letzte Tag auf der Hütte war, mit „Kulturprogramm" gespickt. Eine Wanderung zum Weissmaurachsee mit Allen stand genauso auf dem Plan, wie gemein auf der Hütte angekommen waren, wurde schnell der Nebenraum der Küche erobert und Gitarren hin und her gereicht. Neben Schach und Mühle wurden auch reichlich Kartenspiele gespielt, während viele stimmig zur Musik der Gitarre mitsummten.

Zur Kultur der Hütte gehört natürlich auch das hausgemachte Steinbockgulasch, das es selbstverständlich für die gesamte Gruppe zum Abendessen gab. Nach dem Hinweis, dass einige noch Packen müssen, löste sich die gemeinsame Runde allerdings recht schnell auf und der Winterraum wurde schon teilweise von Gepäck befreit.

Die Vorbereitungen für die Heimreise – für die einen lang ersehnt, für andere viel zu früh – starten nicht erst beim Abstieg, sondern schon beim Verlassen des Notlagers. Fegen, Müll aufsammeln, Müll verpacken und mitnehmen! Als der Winterraum nun wieder wie am ersten Tage glänzte, verschlossen wir die Tür hinter uns und verabschiedeten uns von Florian und allen weiteren Helfern und Personen, die uns den Aufenthalt auf der Hütte so angenehm gestaltet hatten.

Der Abstieg kam allen kürzer vor als erwartet und so fanden sich, keine Stunde nach Verlassen der Hütte, alle im Auto wieder. Um 17.45 Uhr kamen die beiden Autos nur leicht zeitversetzt wieder in Bauschheim an und die Garage wurde wieder mit dem geliehenen Material befüllt.

Die Jugendausfahrt 2015 zur Rüsselsheimer Hütte hat bei allen für viel Freude, Entspannung und Harmonie gesorgt. Wir hatten eine sehr schöne Zeit auf der Rüsselsheimer Hütte und freuen uns alle jetzt schon auf die nächste gemeinsame Fahrt ins österreichische Pitztal.

Leon Ebert

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